Inlinks.de
Inlinks ist eine auf Deutschland regionalisierte Textlinkhandels-Plattform für Blogs. Blogger können ihre Seite als Link-Werbefläche anbieten und erhalten pro geschaltetem Link monatlich einen Betrag. Advertiser zahlen einen Monatspreis pro Link zum gewünschten Keyword, um damit im Textcontent des entsprechenden Blogbeitrags verlinkt zu werden. Inlinks steht zwischen diesen beiden Parteien und kümmert sich um die Technik, die Vermittlung und finanzielle Abwicklung.
Advertiser:
Das Interface ist recht puritanisch gehalten, der Advertiser, also Linkkäufer kann neben den üblichen Accountdaten Anzeigen erstellen, welche dann von der Inlinks-Redaktion freigegeben werden. Diese Link-Anzeigen werden dann Bloggern vorgeschlagen. Falls der Blogger diesen Auftrag annimmt, werden sie eingetragen.
Daneben gibt es die Möglichkeit, vom InLinks-Team Gebote anzufordern. Die SEO-Mitarbeiter recherchieren dann geeignete Linkspender-Seite und stellen diese dem Werbetreibenden vor, welche man dann nutzen kann.
An Zahlungsmöglichkeiten gibt es nur Kreditkarte oder Paypal, typisch für US-Anbieter. Leider werden Aufladungsüberweisungen oder Rechnungsstellung zumindest im Interface nicht angeboten.
Unter dem Reiter Domain-Tools kann man einen Spider bemühen, welche die eigene Seite auf Keywords durchsucht. Wer aber ernsthaft seine Seite optimiert, kennt die Keywords auswendig, welche wichtig sind, daher sind solche Tools zwar ein nettes Gimmick, werden aber nicht für den Aha-Effekt sorgen. Das automatische Tool liest einfach alle Keywords aus, die auf der Zielseite in relevanter Dichte vorkommen, dabei auch Markennamen extern verlinkter Seiten, hauptsächlich aber sehr generische Begriffe.
Viel interessanter ist da schon das Inlinks futures-Tool. Hier kann man im Vorneherein auf Keywords bieten, zu welchen die Blogbeiträge noch garnicht veröffentlicht wurden.Das Ziel des Tools ist das sofortige Erscheinen des Links, sobald der Beitrag on air geht. Der Hintergrund ist, dass Google weiß, dass natürlich zustanden gekommene Links meist mit Erscheinen der Seite schon vorhanden sind. Nachträglich eingefügte Links in eine Seite wirken in der Masse unnatürlich. Dieses Problem umgeht man mit dem futures-Tool.
Blogger:
Der Blogger möchte mit Linkverkauf etwas Geld verdienen. Damit Google oder der mißgünstige Mitbewerber dies nicht erkennt, wird dafür ein Plugin genutzt, welches laut Inlinks ohne erkennbare Spuren Links in die Seite integriert. Das Plugin ist für folgende Blogs / CMS-System vorhanden:
Ansonsten gibt es auch für den Blogger das spärliche Administrations-Interface, namens Blogger Tools. Hier können Webseiten angemeldet werden, dabei sollte aber darauf geachtet werden, dass nicht zu kleine Blogs genutzt werden. Diese werden von Inlinks rigeros abgelehnt. Etwas merkwürdig finde ich die Strategie, das hochmonetarierbare Nischenseiten mit für die kleine Nische gutem Trafficvolumen aufgrund eines geringen Pageranks abgelehnt werden, bekanntere Seiten mit hohem Pagerank allerdings zugelassen werden.
Nennenswert ist daneben nur noch das Approval-System, hier können vorgeschlagene Link-Anzeigen angenommen oder abgelehnt werden.























Interessanter und ausführlicher Beitrag! Ich denke, dass man sich bei diesen Dienstleistern immer die gleiche Frage stellen sollte: “Was würde Google dazu sagen?”…
Bedankt! Die Frage ist natürlich bekannt und berechtigt, nicht ohne Grund versuchen die Dienstleister den Linktausch nach außen unsichtbar zu machen.
Ich möchte auch nicht die Ethikkommission für die Linkkauf-Debatte darstellen, jedoch kann man sich sicher sein, dass wenn man nach Begriffen wie PKV, Kredit und Versicherung sucht, fast alle kommerzielle Seiten auf der ersten Seite Linkkauf in unterschiedlichsten Formen betreiben. Wenn ein neues Unternehmen dort Fuß fassen möchte, kommt es auch um dieses Thema nicht herum. Der Content ist bei diesen Seiten nämlich meist zu trocken, als dass andere Seiten “einfach so” dorthin verlinken.
Hier ist vor Allem der Dienstleister gefragt, dass ein Linkaufbau im vernünftigen Rahmen bleibt und unseriöse Seiten, welche nicht im Sinne des Nutzers sind, nicht zu unterstützen. Und dies ist ja auch das Credo von Google: Nur im Sinne des Nutzers handeln.